Zvezdan Čebinac / „Zic-Zac“ Čebinac

Die Ära Čebinac beim FC Nordstern

Die letzten ganz grossen Erfolge des FC Nordstern sind unweigerlich mit dem Namen von Zvezdan Čebinac verbunden. 30 Länderspiele für Jugoslawien hatt er bestritten, drei mal war er Meiste mit Partizan Belgrad geworden, einmal auch deutscher Meister mit dem 1. FC Nürnberg.

Als er 1972 als Spielertrainer zum FC Nordstern stösst, ist er zwar schon 33-jährig, doch noch immer kann er dem Team als aktiver Fussballer helfen. Vor allem aber ist er ein ausgesprochen ehrgeiziger Trainer. Nordstern war vor der Ankunft von Čebinac einige Male dem Abstieg in die regionale 2. Liga entgangen und zeichnete sich vor allem durch einen überdurchschnittlichen Verschleiss von Trainern aus. Auch Otto Pfister, der spätere Fussballweltenbummler, zählte zu ihnen.

Doch Čebinac brachte Struktur ins Gebilde. Er liess ungewohnt hart trainieren und die Erfolge stellten sich schnell ein. Schon im ersten Jahr erfolgte der Aufstieg in die NLR. Dort verbrachten die „Sterne“ mit gorssen Spielernamen wie Rudi Schribertschnig, Peter Wenger, Bruno Kaufmann, Ruedi Kägi oder Milos Radakovic fünf erfolgreiche Jahre und bewiesen ihre Ambitionen, noch eine Stufte weiter zukommen. Nach der Niederlage gegen den Mitkonkurrenten FC Chiasso und dem Heimsieg in der letzten Runde gegen den FC Winterthur waren die „Sterne“ am Ende der der Spielzeit punktgleich mit den Tessinern an der Spitze. Beide Teams stiegen auf – und Nordstern durfte sich am Ende jener Saison sogar als NLB-Meister ausrufen lassen, die Zinnkanne, die in Aarau auf den FC Chiasso bereitgestellt war (die Tessiner verloren jedoch 1:3), wurde später nachgereicht. Die Basler, die in Helmuth Degen (27 Treffer) auch den Torschützenkönig jener Saison stellten, stiegen nach langen 35 Jahren wieder in die NLA auf. Damals, am 20. Juni 1943, stand der Abstieg schon fest, als man im letzten Heimspiel gegen die Young Fellows noch mit 4:2 gewinnen konnte. Nach damals insgesamt 32 Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit verliess Nordstern die oberste Schweizer Spielklasse und musste bis eben 1978 auf die Rückkehr warten.

Nordstern stiege gleich im Folgejahr wieder in die NLB ab, schaffte aber ein letztes Mal unter „Zic-Zac“ Čebinac die sofortige Rückkehr. Ein gewisser Ruedi Zbinden, heute Sprotchef des FC Basel (Stand 2019), trug elf Saisontore bei. Konrad Holenstein löste 1980 Čebinacab und mit dem Abschied begann auch der Absturz des Vereins. Čebinac entdeckte in Wohlen Ciriaco Sforza und kehrte im September 1988 für ein kurzes Gestspiel nach Basel zurück.

(Quelle: 75 Jahre Fussballverband Nordwestschweiz, Daniel Staub)